CDU begrüßt städtisches „Servicezentrum Europa“

01.09.2026

„Mit dem Servicezentrum Europa öffnet die Stadt am 15. September ein wegweisendes Angebot für Menschen, die aus Europa kommen und tatkräftig an Hagens Zukunft mitbauen wollen!“ Das macht der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion Hagen, Jörg Klepper, deutlich. „Wir wollen sie dazu möglichst effektiv in die Lage versetzen. Gleichzeitig wollen wir Leistungsmissbrauch, Wohnen in Problemimmobilien oder im Rahmen clan-krimineller Strukturen entschlossen entgegentreten“, beschreibt Klepper die Doppelstrategie.

Oberbürgermeister Dennis Rehbein hatte vergangene Woche die neue Einrichtung der Öffentlichkeit vorgestellt. Es wird zum 15. September offiziell seinen Dienst im Zentralen Bürgeramt im Volme Forum aufnehmen. Das Servicezentrum ist ein wesentlicher Baustein des „Hagen-Pakts“ zwischen der Stadt Hagen und dem Land Nordrhein-Westfalen und baut auf Erfahrungswerte aus anderen Kommunen mit hohem EU-Migrationsanteil.

Das Servicezentrum Europa bündelt die Leistungen verschiedener Ämter und Behörden in einen fest definierten Prozess, um arbeits- und integrationswilligen die bürokratischen Pflichten zu erleichtern. Zugewanderte aus EU-Mitgliedsstaaten können hier nicht nur ihren Wohnsitz anmelden, sondern erhalten eine strukturierte Erstberatung. Sie umfasst rechtliche Informationen und Hilfen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Damit will die Verwaltung ein Abrutschen in Ausbeutung und unseriöse Arbeits- und Wohnverhältnissen vorbeugen. Informationen über Rechte und Pflichten, zu den Behörden und deren digitale Angebote sowie Sprachförderangebote, Schule und Kinderbetreuung ergänzen das Angebot. Wichtig für die Integration in den Quartieren sind leicht verständliche Informationen sowohl zum Thema Wohnen als auch zu den Themen Müllentsorgung und -trennung.

Klepper begrüßt, dass die Verwaltung auf diesem Weg ein Verschwinden in Missbrauchsstrukturen und die gezielte Zuwanderung in die Sozialsysteme verhindern will. „Endlich gibt es wieder eine Instanz, die sich um die Einhaltung der Arbeitnehmerfreizügigkeit kümmert. Eine solche war im Rahmen der Fachbereichsumbildung im Jahr 2022 verloren gegangen.“

Kontinuität jedoch bei der CDU: „Wir wollen Klarheit: Wer sich für eine aktive und integrierende Zukunft in unserer Stadtgesellschaft entscheidet, den unterstützen wir. Wer gekommen ist, unser Sozialsystem auszunutzen, dem wollen wir mit geeigneten Instrumenten entgegentreten – bis hin zur Kürzung der Sozialleistungen auf Null.“

Redaktion: Alexander M. Böhm.