„Deutschland schaut auf die Bemühungen von Dennis Rehbein zur Bekämpfung von Sozialmissbrauch. Die FDP sucht in diesem Scheinwerferlicht einen Weg zur eigenen Profilierung.“ So sieht es der Vorsitzende der Hagener CDU-Ratsfraktion Jörg Klepper. „Ich bin enttäuscht – und es macht mich auch ein bisschen fassungslos. Ja, die FDP durchläuft landauf, landab gerade eine dramatische inhaltliche und personelle Krise. Die Wähler wenden sich von ihr ab. Da kann ich nachvollziehen, wenn das einen jungen Kreisvorsitzenden auf sprachliche Abwege lockt. Aber gerade Dennis Rehbein fehlenden Handlungswillen beim Sozialmissbrauch vorzuwerfen, das hat mit der Realität nichts mehr zu tun.“
Klepper hält Polls Agieren für kontraproduktiv. „Herr Poll steht kurz davor, seine persönliche Glaubwürdigkeit zu verspielen. Die FDP-Wähler, die ich kenne, stehen für einen anderen Politikstil.“ Er empfiehlt dem Kreisvorsitzenden, „auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Zur Wahrheit gehört, dass die damalige FDP-Fraktion zu keiner Zeit auch nur den Versuch unternommen hat, die jetzt vorgetragene Haltung durchzusetzen. Die FDP hat Oberbürgermeister Erik O. Schulz zehn von elf Jahre unterstützt, sich dann im Wahlkampf mit einer Anti-Kampagne gegen ihn positioniert. Schon das war stilistisch grenzwertig.“
Der CDU-Fraktionschef unterstützt Oberbürgermeister Dennis Rehbein ausdrücklich auf dem eingeschlagenen Weg. „Die Verwaltung geht Schritt für Schritt neue und konsequente Wege bei der Bekämpfung des Sozialmissbrauchs. Ein Beispiel dafür ist das neue Europacenter. Es soll Menschen helfen, die sich in den Arbeitsmarkt integrieren möchten, aber soll eben auch genau die identifizieren, die das nicht wollen. So erschweren wir den Zugang zu den Systemen. Das ist deutlich effizienter als die nachträgliche Kontrolle. Nicht alles kann am ersten Tag funktionieren. Aber die Richtung ist klar und stimmt.
„Gerade der von Dennis Rehbein intensivierte Austausch mit anderen betroffenen Kommunen, beispielsweise mit Gelsenkirchen, ist der beste Weg“, resümiert Klepper. „Er erleichtert uns das Vorankommen. Denn Hagen kann auch aus den Fehlern anderer lernen und es täglich besser machen. Ich vermute, der Hagener FDP fehlt genau das: ein überregionaler Erfahrungsaustausch. Sonst hätten sie sich eine sprachliche Entgleisung wie diese erspart.“
Redaktion: Alexander M. Böhm.

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