Alexander M. Böhm.
„Wer in Sorge um Leib und Leben eines Menschen zum Notruf greift, darf nicht durch mögliche Kosten abgeschreckt werden. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen und finanzielle Lasten auf Bürger oder Kommunen abwälzen!“ Das verlangt der CDU-Fraktionsvorsitzende Jörg Klepper, der auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist. „Die CDU-Ratsfraktion Hagen fordert deshalb die gesetzlichen Krankenkassen dazu auf, Kosten für sogenannte Leerfahrten im Rettungsdienst weiter zu übernehmen.“ Dabei geht es um Einsätze, bei denen der Rettungsdienst ausrückt, zum Schluss aber kein Transport ins Krankenhaus erfolgt.
„Natürlich sind solche Leerfahrten aus Kostensicht ärgerlich“, wie Klepper zugesteht. „Ein medizinischer Laie kann im Vorfeld jedoch nicht beurteilen, ob ein Transport ins Krankenhaus notwendig sein wird. Doch selbst wenn eine Behandlung von Patienten zuhause ausreicht, heißt das nicht, dass kein Notfall vorlag. Leerfahrten sind also kein überflüssiger Aufwand, sondern integraler Bestandteil einer funktionierenden Notfallversorgung. Im Sinne einer frühzeitigen Rettung bleiben wir dabei: Im Zweifelsfall lieber einen Rettungswagen anfordern“, so Klepper, „alles andere gefährdet im Ernstfall Menschenleben.“
Er begrüßt in diesem Zusammenhang eine Entscheidung des Hagener Oberbürgermeisters Dennis Rehbein und der Stadt Hagen: „In Hagen gibt es derzeit keine Gebührenbescheide für Leerfahrten an Bürger. Die Stadt erwartet aber eine baldige Einigung mit den gesetzlichen Krankenkassen.“
Redaktion: Alexander M. Böhm / Dennis Kruse

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