Zukunftsatlas Herausforderung und Chance zugleich

24.07.2025

„Die Ergebnisse der aktuellen Prognos-Studie „Zukunftsatlas 2025“ sind Herausforderung und Chance zugleich.“ In dieser Einschätzung sind sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Jörg Klepper und der Fraktionssprecher im Ausschuss für Stadt-, Beschäftigungs- und Wirtschaftsentwicklung, Dennis Rehbein, absolut einig: „Aus meiner Sicht ist das eine laute Eisbergwarnung! Reißen wir jetzt nicht das Steuer herum, ist der Aufprall unvermeidlich. Wir dürfen die aktuelle Platzierung im hinteren Mittelfeld keinesfalls als Entspannungssignal missdeuten: Allein ein kräftiger statistischer „Demographie-Bonus“ und kleine Verbesserungen bei der Patent-Intensität oder bei der Leistungsfähigkeit der Beschäftigten verhindern, dass wir auf den „Abstiegsplätzen“ landen. Im realen Leben ist dieser Demographie-Bonus aber erst einmal eine finanzielle Herausforderung. Gelingt uns nicht, die demografischen Vorteile zu heben, wird sich unsere Situation verschärfen. Wir müssen jetzt schnell, richtig und entschlossen handeln!“

Dabei dürfe man sich nicht wieder in langwierige Diskussionen oder Leitbild-Prozesse verzetteln, so Rehbein: „Wir müssen unsere Investitionen auf die Bereiche konzentrieren, die unmittel- oder mittelbar zu zusätzlicher Wirtschaftskraft führen. Wirtschaftskraft entsteht in Unternehmen, nicht in Verwaltungen. Die Verwaltung muss unnötige Bürokratie und Standards abschmelzen und verlässliche Infrastruktur und Gewerbeflächen garantieren. Letztlich müssen wir uns bemühen, langfristig den Gewerbesteuerhebesatz senken zu können. Dem muss sich alles andere ein Stück weit unterordnen.“

Parallel sieht der CDU-Fraktionsvorsitzende Jörg Klepper seit Jahren den dringenden Bedarf nach mehr Sprachförderung, insbesondere bei Vorschulkindern: „Die Studie macht deutlich, welches riesige Potenzial in Hagens Kindern und Jugendlichen schlummern kann. Dieses Potenzial müssen wir heben! Das gelingt nur, wenn wir obligatorische Sprachtests für alle Vorschulkinder und verpflichtende Sprachkurse für Kinder mit Förderbedarf durchsetzen. Hier muss uns das Land dringend rechtlich und finanziell ertüchtigen. Erst wenn alle i-Männchen befriedigend Deutsch verstehen, kann es ein echtes gemeinsames Lernen geben.“

Klepper kann dieser Entwicklung auch etwas Gutes abgewinnen: „Vor zwanzig Jahren zeichneten Prognosen des Düsseldorfer Landesamts für Statistik unserer Heimat einen beispiellosen demographischen Niedergang vor. Der damaligen Umweltamtsleiter schlug gar vor, Hagen zur Senioren-City umzugestalten. Dass es inzwischen anders gekommen ist, ist eine unverhoffte Chance. Wenn wir uns in einer echten Gemeinschaftsanstrengung bemühen, sehe ich eine gute Perspektive, mit der Agilität und Attraktivität Südwestfalens und der Energie des Ruhrgebiets den Standort Hagen völlig neu zu definieren.“

Redaktion: Alexander M. Böhm.