Wildschweinsituation: Fraktionen von CDU und SPD fordern entschlossenes Handeln

14.04.2026

Hagen. Die Hagener Ratsfraktionen von CDU und SPD sind besorgt über die zunehmenden Probleme mit Wildschweinen in mehreren Stadtteilen: „Viele Menschen fühlen sich in ihrem Alltag bedroht. Eltern berichten mir, dass Wege zu Schulen und Kindergärten zeitweise von Wildschweinen belagert werden“, wie Sven Sladek, Ratsherr für Helfe/Fley, zu berichten weiß. Eine Gefährdung von Kindern können wir als Stadtgesellschaft nicht hinnehmen. Wenn Menschen vor Wildschweine zurückweichen müssen, müssen wir handeln!“

Sladek, präzisiert: „Besonders kritisch bewerten wir den erneuten Nachwuchs bei den Wildschweinen, der die Lage weiter verschärft. Mit jedem Tier mehr wächst der Populationsdruck hinein in die Wohngebiete. Fehlendes Fluchtverhalten bei den Tieren erhöht das Risiko unvorhersehbarer Begegnungen und direkter Konflikte mit dem Menschen.“
Für Martin Stange, selbst Jäger, käme beispielsweise eine Bejagung mit Sondergenehmigung in den betroffenen Wohnlagen durch die untere Jagdbehörde in Frage. „In Berlin wird dies beispielsweise bereits praktiziert. Warum nicht auch bei uns in Hagen“, so der Fraktionsvorsitzende der SPD in der BV-Nord.

Die Vorsitzenden der Ratsfraktionen von CDU und SPD im Rat der Stadt, Jörg Klepper und Claus Rudel, reagieren deshalb mit einer aktualisierten Anfrage an die Verwaltung. Ziel ist eine klare Bewertung der Situation sowie die Erarbeitung konkreter Vorschläge, wie der Tierbestand schnell reduziert und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger wieder gewährleistet werden kann. „Die Verwaltung muss jetzt handeln und dem Rat belastbare Maßnahmen vorlegen“, so Klepper. „Die Sorgen der Menschen sind real – und daher brauchen wir jetzt schnelle und wirksame Antworten zu dem Problem“, ergänzt Claus Rudel.

Redaktion: Alexander M. Böhm. / Andreas Reitmajer