Klepper kritisiert WBH-Leitung

03.06.2026

„Wenn der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) nicht in der Lage ist, den Hameckepark an einem Pfingstwochenende angemessen zu reinigen, ist das kein Problem fehlender Aufträge oder Kapazitäten. Dann ist es ein Mentalitätsproblem! Denn es sieht nachweislich an vielen Wochenenden dort so aus.“ Mit dieser Kritik reagiert der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion Hagen, Jörg Klepper, auf die jüngste Erklärung aus der Eilper Straße“.

Klepper ist enttäuscht: „Es war Wunsch der WBH-Anstaltsleitung, über die Betrauung mehr wirtschaftliche Eigenständigkeit bei der Erledigung von Aufgaben zu erhalten. Diesem Wunsch hat der Rat vor mehr als drei Jahren entsprochen. Prinzipiell finde ich das heute noch richtig. Steigert der WBH aber seine Wirtschaftlichkeit gegenüber der Stadt dadurch, dass er seine Arbeiten beschränkt und für vieles einen Extra-Auftrag mit Extra-Rechnung abwartet, dann müssen wir die Betrauung zurücknehmen und den Betrieb wieder enger führen. Ich erwarte jetzt von der WBH, dass sie ihre Reinigungsintervalle so wählt, dass der Hameckepark an Wochenenden mindestens einmal gereinigt wird.“

Die Zurückhaltung des Wirtschaftsbetriebs war bereits bei der Bezirksvertretung Nord auf wenig Zustimmung gestoßen. Dort hatte der WBH auf Anfrage der CDU-Fraktion erklärt, an seinem Reinigungsturnus im Hameckepark unverändert festhalten zu wollen.

„Ich finde bedauerlich“, so Klepper, „dass der Wirtschaftsbetrieb öffentlich erkennbare Probleme nicht löst, sondern auf sein starres System verweist. Offensichtlich braucht es Druck, damit sich hier etwas bewegt.“ Der könnte aus einem gemeinsamen Antrag von CDU und SPD kommen. Darin fordern die Fraktionen die Verwaltung auf, ein „abgestimmtes Zuständigkeiten-Konzept „Stadtsauberkeit“ unter Einbindung aller städtischen Akteure zu entwickeln. Dieses soll sicherstellen, dass alle städtischen Flächen turnusgemäß abgestimmt und kostengünstig gereinigt werden. Gemeldete Mängel (sollen) schnellstmöglich und ohne Kompetenzgerangel behoben werden“, so der Antragstext.

Redaktion: Alexander M. Böhm.