Luftqualität besser – auch ohne Dieselfahrverbot

07.04.2022

Unser Eintreten gegen ein Dieselfahrverbot in Hagen bleibt richtig“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende und ehemalige Umweltausschusssprecher, Jörg Klepper: „Wir bleiben dabei: Nur ein geschicktes Maßnahmenpaket hilft, die Luftqualität zu verbessern. Nur so ist es uns gelungen, im Jahr 2021 die Stickstoffdioxidbelastung in der Finanzamtsschlucht auf 38 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft zu senken.“

Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Dennis Rehbein unterstützt die Fraktion dabei ausdrücklich: „Unzählige Berufspendlern und Unternehmer wären zu unnötigen Umwegfahrten gezwungen worden, wären die Finanzamtsschlucht oder weitere Areale Hagens gesperrt worden. Das hätte die Luft stadtweit mehr be- als kleinräumig entlastet. Nachhaltig wäre einzig der Schaden für den Wirtschaftsstandort Hagen gewesen. Gut, dass die Fraktion hier standhaft geblieben ist!“

Zur Erinnerung: Vor etwas mehr als zwei Jahren stand Hagen kurz vor einem solchen Verbot, da die Konzentration von Stickstoffdioxid in der Finanzamtsschlucht 2016 durchschnittlich bei 51 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft lag. Erlaubt sind 40. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) klagte daher auf ein Dieselfahrverbot für Hagen und 13 weitere NRW-Städte. Dem traten die CDU-Fraktion, Oberbürgermeister Erik O. Schulz sowie das Land NRW entschieden entgegen.

Ende Februar 2020 gelang es schließlich vor dem Oberverwaltungsgericht Münster – unterstützt von der CDU-geführten Landesregierung – einen Vergleich mit der DUH auszuhandeln. Dieser umfasste die Fertigstellung der Bahnhofshinterfahrung mit der Entlastung des Graf-von-Galen-Rings, die Errichtung einer Busspur auf der Körnerstraße, eine Temporeduzierung am Märkischen Ring sowie die Einziehung einer Linksabbiegespur auf der Heinitzstraße.

Rainer Voigt, Fraktionssprecher im Ausschuss für Umwelt-, Klimaschutz und Mobilität, erläutert: „Sicher hat die Corona-Pandemie auch einen Teil zum Erfolg beigetragen. Aber wir wussten schon vor Corona, dass wir die Grenzwerte ohne Dieselfahrverbot erreichen. Jetzt belegen das die Fakten. Die Unterstützung der NRW-Landesregierung auf dem Weg war für uns sehr wertvoll. Nun freue ich mich nur über die zunehmend saubere Luft in Hagen. Die werden wir auch weiter kontrollieren, denn: Luftreinhaltung bleibt eine Daueraufgabe.“

Redaktion: Alexander M. Böhm.